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Nahrungs-Ergänzungs-Mittel (NEM)

Als NahrungsErgänzungsMittel (NEM) werden Lebensmittel bezeichnet, die laut Herstellern dazu bestimmt sind, die allgemeine Ernährung zu ergänzen. In der Regel werden sie in "lebensmittel-untypischer“ Form also, etwa als Tabletten, Kapseln oder Pulver angeboten und die Inhaltsstoffe sind hoch dosiert.

Inhaltsstoffe von NEM (Auszug):

  • Vitamine
  • Mineralstoffe
  • Spurenelemente
  • Pflanzen- und Kräuterextrakte
  • Essentielle Fettsäuren
  • Aminosäuren
  • Proteinkonzentrate
  • Kohlenhydratkonzentrate
  • Fatburner
  • "Muskel-Booster"

NEM verstehen

Im Allgemeinen gelten Nahrungsergänzungsmittel als Lebensmittel, und benötigen – anders als Arzneimittel – keine Zulassung. Sie werden demnach auch nicht auf ihre gesundheitliche Unbedenklichkeit hin überprüft. Laut Nahrungsergänzungsmittel- und Lebensmittelkennzeichnungsverordnung müssen alle Zutaten auf der Packung angegeben werden. Dies ist allerdings nicht immer der Fall.

Aus diesen Gründen ist ein reflektierter Umgang mit NEM wichtig:

  • enthalten teilweise absichtlich beigemengte verbotene Substanzen
  • können unabsichtliche mit dopingrelevanten Substanzen kontaminiert sein
  • Inhaltsstoffe sind manchmal unzureichend deklariert
  • Positive Wirkungen nicht belegt
  • Nicht alle Inhaltsstoffe werden aufgeführt
  • Inhaltsstoffe sind häufig hochdosiert
  • „Gütesiegel“ sind fragwürdig
  • Falsche Aussagen zur Wirkung
  • Unzureichende Warnhinweise

Lebensmittel bevorzugt

Wer statt des Proteinkonzentrats öfter mal eine große Portion Magerquark isst, statt des Kohlenhydrat-Gels eine oder zwei Bananen und statt der Vitaminpillen regelmäßig Rohkost, der geht nicht nur dem Risiko aus dem Weg, unbeabsichtigt Dopingsubstanzen zu sich zu nehmen. Frische vollwertige Kost sieht auch appetitlicher aus als Konzentrate, sie schmeckt besser, schont den Geldbeutel und hat keine Nebenwirkungen. Ein echter Mangel an einzelnen Nährstoffen kommt bei dem vielseitigen Nahrungsangebot, das uns heute zur Verfügung steht, nur äußerst selten vor.

Wenn es sein muss: Arzneimittel

Wenn wirklich Mangelerscheinungen vorliegen, sollten nur ärztlich verordnete Arzneimittel genommen werden. Diese unterliegen strengen Kontrollen und Auflagen; so müssen zum Beispiel ausnahmslos alle Inhaltstoffe in der Packungsbeilage aufgeführt sein, und es muss auf alle möglichen Nebenwirkungen hingewiesen werden. Die Ärztin oder der Arzt wird außerdem genau festlegen, wie das Medikament eingenommen werden muss, um eine Überdosierung zu vermeiden.