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Der beste Weg: sauber bleiben!

Mit einem einfachen Mittel deine Leistung steigern und besser sein als deine Konkurrenten, das
klingt auf den ersten Blick verlockend. Aber selbst bei sportlichen Krisen ist Doping keine Option. Was kannst du tun, wenn dir Dopingmittel angeboten werden? Wie reagierst du, wenn in deinem Umfeld gedopt wird? Das Wichtigste ist: selbstbewusst mit dem Thema Doping umgehen – und sauber bleiben!

Anregungen:

Ärzte und Apotheker sollten über die Wirkung von den meisten Medikamenten Bescheid wissen und können dir auch sagen, welche gesundheitlichen Risiken und Nebenwirkungen es gibt. Frage dennoch immer nach, welche Inhaltsstoffe ein Medikament enthält. Mit der Medikamenten-Datenbank NADAmed kannst du online Medikamente prüfen, ob sie auf der Verbostliste stehen. Auf NADAmed kannst du auch über die NADA App zugreifen. Seit 2009 muss auch auf dem Beipackzettel von dopingrelevanten Medikamenten ein entsprechender Hinweis stehen.

NADAmed findest du hier

In schwierigen Situationen ist es immer gut, wenn du jemanden hast, dem du dich anvertrauen kannst. Jemanden, der dir hilft, die Situation aus einer anderen Perspektive zu betrachten, und der deine Entscheidungen für einen dopingfreien Sport auch in Krisenzeiten unterstützt und respektiert.

Solltest du Fragen haben ob zum Beispiel ein bestimmtes Mittel tatsächlich erlaubt ist, kannst du jederzeit bei der NADA um Rat fragen. Wenn dir etwas komisch vorkommt oder du dich einfach nur genauer informieren möchtest, melde dich bei der NADA - wir freuen uns.

Beim Deutschen Olympischen Sportbund gibt es Vertrauensleute, die dir bei Fragen und Problemen im Zusammenhang mit Doping zur Verfügung stehen.

Der Ombudsmann der NADA, Herr Prof. Dr. Roland Baar ist unabhängiger Ansprechpartner für Athleten mit Fragen oder auf der Suche nach Beratung.

Hast du dein Potenzial voll ausgeschöpft? Sind deine Trainingsmethoden den angestrebten Zielen angepasst? Wie ist dein Lebensstil außerhalb des Trainings? Eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Schlaf sind ebenso wichtig wie regelmäßiges Training. Auch gezielte Entspannungsübungen und mentales Training können eine Menge bewirken. Du hast viel mehr Möglichkeiten, deine Leistung zu verbessern, als du vielleicht glaubst.

Wenn dir jemand nahelegt zu dopen oder dir sogar Dopingmittel anbietet, kannst du auch einfach Stellung beziehen und sagen: „Ich dope nicht!“ Je deutlicher und entschiedener du deinen Standpunkt klarmachst, umso weniger wird man versuchen, dich zu überreden oder unter Druck zu setzen. Denn schließlich weiß jeder, dass Doping verboten ist.

Sei Kritisch!

Wichtig ist, nicht einfach alles hinzunehmen, was dir gesagt wird. Informiere dich, frag nach, sei kritisch. Denn für alles, was du machst, bist du  verantwortlich. Sogar wenn du unwissentlich dopst!  Nur weil dein Hausarzt die aktuelle Liste der verbotenen Mittel nicht kennt und dir ein Medikament verschreibt, dessen Inhaltstoffe auf der aktuellen Verbotsliste stehen wirst du dafür sanktioniert. Denn nur du bist dafür verantwortlich, was in deinen Körper gelangt!

Zweifelhafte Ratgeber und Unterstützer

Im Leistungssport kann es vorkommen, dass Trainer, Sportfunktionäre oder sportmedizinisches  Fachpersonal dir als Athlet die Einnahme von Dopingmitteln nahelegen. Meist konfrontieren sie dich aber nicht „plötzlich“ und direkt mit Doping, sondern führen dich allmählich an das Thema heran. Von  „Konditionsförderung“ und „unterstützenden Maßnahmen“ ist die Rede. Selbst wenn diese Personen Experten auf ihrem Gebiet sind, solltest du ihren Rat immer hinterfragen und kritisch sein. Denn du als Athlet hast es selbst in der Hand, saubere Leistung zu erbringen!

Krisen machen anfällig

Der Griff zu verbotenen leistungssteigernden Medikamenten und Methoden ist sehr häufig auch mit Krisensituationen verbunden, die in jeder Sportlerkarriere auftreten können. Manche Athletinnen und Athleten verbinden mit Doping die Hoffnung, ihre Krise schneller wieder in den Griff zu bekommen. Oft steckt auch die Angst dahinter, dass alles, was man bisher in den Sport investiert oder dafür aufgegeben hat, umsonst gewesen sein könnte. Die Gefahr ist groß, Krisen mit den falschen Methoden schnell und einfach überwinden zu wollen.

Typische kritische Momente in einer Sportlerkarriere sind zum Beispiel:

  • Du erreichst die Grenzen deiner Leistungsfähigkeit.
  • Du schindest dich und hast trotzdem keinen Erfolg.
  • Du befürchtest, dass die anderen im Training oder beim Wettkampf verbotene Mittel nehmen, und willst der Ungerechtigkeit entgegenwirken.
  • Dein Trainer, deine Trainerin oder deine Eltern erwarten mehr von dir, aber du spürst, dass du nicht mehr kannst.
  • Du fühlst dich von den Kampfrichterinnen und -richtern unfair bewertet.
  • Du kämpfst um den letzten freien Platz im Kader.
  • Du hast eine langwierige Verletzung, die nicht ausheilen will.