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Der Weg ins Labor

Was passiert eigentlich mit den Dopingproben?

In Deutschland gibt es zwei von der WADA akkreditierte Labore, die für die Analyse der Dopingproben der NADA verantwortlich sind. Ein Labor gibt es in Köln: das Institut für Biochemie der deutschen Sporthochschule. Das andere Labor ist in Dresden: das Institut für Dopinganalytik und Sportbiochemie Dresden in Kreischa

Der Weg ins Labor

Die Dopingproben, egal ob Blut oder Urin, sind nach der Probenahme versiegelt und transportfertig verpackt. Für den Probentransport gibt es mehrere Wege: entweder der Kontrolleur bringt die Proben persönlich ins Labor, oder die Proben werden mit einem speziellen Kurierservice ans Labor geschickt. Blutproben müssen bei einer Temperatur zwischen 2-12°C verschickt werden. Im Labor angekommen, können die versiegelten Proben nur durch die Zerstörung des Verschlusses geöffnet werden - so wird sichergestellt, dass die Proben während des Transports nicht geöffnet und verunreinigt oder manipuliert werden. Die Dopingproben sind mit einem Nummerncode versehen, der auf dem sogenannten "Laborabschnitt" des Dopingkontrollformulars vermerkt wird. Durch die Vergabe des zufälligen Nummerncodes werden die Proben anonymisiert. Auf dem Laborabschnitt befinden sich wichtige Infos für das Labor, aber niemals der Name des Athleten. Das Labor erhält nur die Proben mit den Nummerncodes und den Laborabschnitt - so weiß das Labor also nicht, welcher Athlet sich hinter der Probe verbirgt.

Das Originalprotokoll, das sowohl den Nummerncode als auch den Namen des Athleten enthält, wird vom Kontrolleur an die NADA geschickt. Wenn das Labor nun ein positives Analyseergebnis an die NADA meldet, bekommt die NADA nur den Nummerncode der entsprechenden Probe vom Labor übermittelt. Mit dem Dopingkontrollformular kann die NADA den Probencode mit dem Athletennamen „matchen“, also zuordnen und weiß dann, von welchem Athleten die Probe ist.