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Doping hat Folgen!

Alles spricht gegen Doping. Bei einer Sperre wegen eines Verstoßes gegen die Anti-Doping-Bestimmungen kannst du deinen Sport nicht mehr wie gewohnt ausführen und musst vielleicht mit finanziellen Einbußen rechnen. Zudem verlieren Dopingsünder ihr Ansehen und den Respekt der anderen Athleten und der  Zuschauer. Die andauernde Einnahme von Medikamenten ruiniert den Körper. Willst du das alles tatsächlich riskieren?

Doping- und dann?

Die meisten Dopingmittel sind Medikamente, die bei bestimmten Erkrankungen gezielt ärztlich verordnet werden. Wenn du als gesunder Mensch ein solches Mittel zum Zweck der Leistungssteigerung einnimmst, kann das gravierende gesundheitliche Auswirkungen auf deinen Körper und deine Psyche haben.

Sportlern, die des Dopings überführt wurden, haftet immer ein gewisser Zweifel an, auch wenn zukünftige Tests negativ verlaufen. Oft bleibt ein negatives Image hängen, und deine Freunde und  Mannschaftskollegen wollen mit dir nichts mehr zu tun haben. Dopende Athleten belügen und betrügen aber nicht nur die anderen, sondern auch sich selbst.

Doping kann auch schwere finanzielle Folgen haben. Bei einem Verstoß gegen Anti-Doping-Regeln musst du finanzielle Förderungen und Preisgelder zurückbezahlen. In Sponsorenverträgen sind meist ebenfalls Regelungen zu positiven Testergebnissen getroffen. Somit versiegen nicht nur alle Einnahmequellen aus dem Bereich des Sports; im schlimmsten Fall bleiben Überführte auf einem Berg von Schulden sitzen.

Bei Verstößen gegen Anti-Doping-Bestimmungen gibt es klar geregelte Sanktionen. Bei einem positiven Analyseergebnis kannst du je nach Substanz sofort von weiteren Wettkämpfen ausgeschlossen werden.
Wenn du im Wettkampf erwischt wirst, können deine Erfolge auch rückwirkend aberkannt werden. Im Mannschaftssport kann das sogar das ganze Team betreffen.
Es wird ein Verfahren gegen dich eingeleitet, das in einer Sperre enden kann. Beim ersten Verstoß  beträgt die Sperre grundsätzlich vier Jahre. Bei wiederholtem Verstoß gegen die Anti-Doping- Bestimmungen ist es sogar entsprechend mehr, bis hin zu einer lebenslänglichen Sperre! Du hast aber immer die Möglichkeit, Gründe vorzubringen, die zu einer Reduzierung der Sperre führen können. Gerade für sehr junge Athleten sind bis zu vier Jahre Sperre eine lange Zeit und bedeuten meist das Ende der Sportkarriere. Du kannst nicht mehr mit deinem Team trainieren und darfst die Trainingsstätte
gegebenenfalls nicht mehr nutzen. Ohne ein konkretes Ziel und die Motivation durch den Wettkampf  fehlt oft die Kraft für das harte Training. Dadurch verlierst du schnell den Anschluss an die Elite und die anderen Spitzensportler.

Was alles als Verstoß gewertet wird
Nicht nur ein positives Analyseergebnis kann zu einer Sperre führen. Es gibt noch weitere Verstöße gegen die Anti-Doping-Bestimmungen, zum Beispiel Meldepflicht- und Kontrollversäumnisse
oder die Verweigerung einer Kontrolle.
Als Testpoolathlet kannst du bestimmten Meldepflichten unterliegen, damit du jederzeit für eine Kontrolle angetroffen werden kannst. Hältst du dich nicht an deine Meldepflichten, kann dies auch Folgen haben: Trifft der Kontrolleur dich zum Beispiel nicht an, weil deine Angaben zu deinem Aufenthaltsort falsch sind, kann dies zu einem sogenannten Meldepflicht- und Kontrollversäumnis
führen. Bist du in einem Registered Testing Pool musst du zudem eine Stunde angeben, während der du für Dopingkontrollen zur Verfügung stehst. Bist du dann nicht an dem angegebenen Ort, ist
dies ein Kontrollversäumnis.
Auch wenn du vergisst, deine vierteljährliche Aufenthaltsinformation rechtzeitig abzugeben oder zu aktualisieren, kann ein Meldepflicht- und Kontrollversäumnis gegen dich durch die NADA festgestellt werden. Bist du in einem Testpool eines internationalen Verbandes, kannst du auch dort Meldepflichten haben.
Jede Kombination aus drei Meldepflicht- und Kontrollversäumnissen wird als Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen gewertet. Dabei zählen auch die Meldepflicht- und Kontrollversäumnisse,
die durch den internationalen Verband festgestellt wurden.
Auch wenn du dich ohne zwingenden Grund weigerst, eine Kontrolle durchzuführen oder z.B. vor dem Kontrolleur wegläufst oder dich versteckst, kann dies zu einer Sperre führen, da du gegen die Anti-Doping-Bestimmungen verstoßen hast. Sobald der Kontrolleur dich zur Kontrolle auffordert, musst du bis zum Abschluss der Kontrolle unter Aufsicht des Kontrolleurs oder eines Kontrollbegleiters
bleiben. Beachte, dass Kontrollen durchgeführt werden können, solange du im Testpool der NADA bist – auch wenn du keinem Kader mehr angehörst.