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TUE - Medizinische Ausnahme-genehmigungen

Manche Medikamente die du einnehmen musst wenn du krank bist, enthalten Substanzen, die auf der Verbotsliste stehen. Für Athletinnen und Athleten im Testpool ist die Einnahme solcher Medikamente genehmigungspflichtig. Was versteht man darunter?

TUE ist die englische Abkürzung für Therapeutical Use Exemption, kurz also TUE. Athleten der NADA-Testpools (RTP, NTP und ATP) sowie Ligaspieler benötigen eine TUE, wenn sie Medikamente einnehmen müssen, die auf der aktuellen Verbotsliste stehen.

Dies bedeutet, dass das betreffende Medikament erst nach Ausstellung einer Medizinischen Ausnahmegenehmigung (TUE) durch die NADA eingenommen werden darf.

Manchmal genügt ein Attest

Wenn du keinem Testpool angehörst und nicht in einer Liga spielst, brauchst du für solche Medikamente nur ein ärztliches Attest, das du bei einer Dopingkontrolle vorlegen musst. Das gilt auch für Kortison und Asthmasprays

Sowohl der WADA-Code als auch der NADA-Code erlauben es dir mit deinem Arzt, einen Antrag auf Medizinische Ausnahmegenehmigung zu stellen, wenn du eine Behandlung mit Medikamenten oder Methoden benötigst, die laut WADA eigentlich verboten sind. Eine Medizinische Ausnahmegenehmigung zum erlaubten Gebrauch verbotener Substanzen oder verbotener Methoden kann bewilligt werden, wenn du dazu den entsprechenden Antrag bei der NADA stellst. Der Antrag auf eine Medizinische Ausnahmegenehmigung wird dann von einem extra dafür eingerichteten Experten-Komitee geprüft. Dieses wird in Deutschland ausschließlich von der NADA eingerichtet. Sobald der Antrag genehmigt oder abgelehnt wurde wirst du darüber informiert.