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FAQ

Die Abkürzung ADAMS steht für Anti-Doping Administration & Management System. ADAMS ist das Online-Meldesystem der WADA. ADAMS erleichtert den Athletinnen und Athleten die rechtzeitige Angabe ihrer Aufenthaltsorte: Sie können jederzeit ihre Daten im Internet oder der App  eingeben und aktualisieren, ohne Telefonate und Schriftverkehr. ADAMS ermöglicht sogar im Notfall eine kurzfristige Meldung per SMS. Alle Athletinnen und Athleten, die dem Registered Testing Pool (RTP) oder dem Nationalen Testpool (NTP) der NADA zugeordnet sind, erhalten einen persönlichen Zugang zu ADAMS mit Benutzerinformationen. Über ADAMS können die für die Kontrollplanung zuständigen Mitarbeiter der Anti-Doping-Organisationen Informationen über die Aufenthaltsorte von Athletinnen und Athleten abrufen, um unangekündigte Kontrollen planen zu können.

Deine Meldepflichten hängen davon ab, welchem NADA-Testpool du angehörst. Athleten im Registered Testing Pool (RTP) und Nationalen Testpool (NTP) müssen ihre Meldepflicht in ADAMS pflegen. Athleten des Allgemeinen Testpools (ATP) müssen Ihre Meldepflicht über das "Athleten-Meldeformular" bei der NADA einreichen.

Zum Zeitpunkt der Quartalsmeldung solltest du alle bekannten regelmäßigen Tätigkeiten bereits im Profil hinterlegen. Regelmäßige Tätigkeiten wie Training, Schule, Universitätsvorlesungen oder Arbeit sind bei der Quartalsmeldung einzutragen. Diese Angaben können jederzeit aktualisiert werden. Bei Krankheit sollest du die regelmäßigen Tätigkeiten für die Dauer der Erkrankung aus dem Profil löschen.

Blutdoping zählt zu den verbotenen Methoden. Dabei bekommt die Ahtletin oder der Athlet eigenes, zuvor entnommenes Blut oder fremdes Blut über eine Infusion übertragen. Ziel ist es, im Blut die Zahl der roten Blutkörperchen zu erhöhen, die für den Sauerstofftransport zuständig sind. Auf diese Weise soll die Leistungsfähigkeit verbessert werden.

Anfragen zu Medikamenten oder sonstigen Präparaten kannst du jederzeit schriftlich oder per Mail an die NADA richten. Wenn du das Gefühl hast, jemand will dich unter Druck setzen, Dopingsubstanzen zu nehmen, kann es sinnvoll sein, jemanden in deinem Freundeskreis, in der Familie, der Schule oder deinem Sportverband anzusprechen, zu der dem du Vertrauen hast. Beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) gibt es ebenfalls Vertrauenspersonen, oder du kannst dich jederzeit auch an die NADA wenden.

Information darüber, ob ein Medikament verbotenen Substanzen enthält, bekommst du in der Medikamenten-Datenbank, die in der NADA-App integriert ist. Im Netz unter www.nadamed.de, per E-Mail unter medizin@nada.de oder telefonisch unter 0228 / 812 92 - 0. Wenn du ein bestimmtes Medikament aufgrund einer Erkrankung einnehmen musst, das eine verbotene Substanz enthält, erlauben dir der WADA-Code als auch der NADA-Code, einen Antrag auf Medizinische Ausnahmegenehmigung zu stellen, d. h. die Erlaubnis zur Einnahme von Substanzen oder zur Anwendung von Methoden aus der Verbotsliste zu therapeutischen Zwecken. Eine Medizinische Ausnahmegenehmigung zum erlaubten Gebrauch verbotener Substanzen oder verbotener Methoden kann bewilligt werden, wenn du dazu den entsprechenden Antrag bei der NADA stellst. Der Antrag auf eine Medizinische Ausnahmegenehmigung wird vom Komitee für Medizinische Ausnahmegenehmigungen geprüft. Dieses wird in Deutschland ausschließlich von der NADA eingerichtet.

Der bei einer Dopingkontrolle abgegebene Urin wird in zwei Flaschen aufgeteilt, die A-Probe und die B-Probe. Im Labor wird zunächst nur die A-Probe analysiert. Wenn dabei Dopingsubstanzen nachgewiesen werden, die Athletin oder der Athlet das Ergebnis aber nicht akzeptiert, kann sie oder er verlangen, dass auch die B-Probe analysiert wird. Die Analyse der B-Probe kann aber auch von der NADA oder dem jeweiligen nationalen Sportverband angeordnet werden.

Wenn bei der Analyse der A-Probe Dopingsubstanzen gefunden werden, wirst du von deinem Sportverband schriftlich informiert, sobald das Analyseergebnis vorliegt.

Das Kontrollpersonal begleitet dich auf die Toilette und beobachtet dich, wenn du Urin in den Sammelbecher abgibst. Dabei musst du das T-Shirt bis unter die Achselhöhlen aufrollen und die Hose bis zu den Knien herunterlassen. So wird sichergestellt, dass der abgegebene Urin tatsächlich aus deinem Körper kommt. Die Kontrollperson muss das gleiche Geschlecht haben wie du. Wenn du jünger als 16 Jahre bist, entfällt die Sichtkontrolle.

Die Kontrolle muss an einem Ort durchgeführt werden, der die notwendige Diskretion und die Korrektheit der Kontrolle gewährleistet. Wettkampfkontrollen finden nach Beendigung des Wettkampfs statt, wobei du nach Absprache mit deinem Chaperon vorher noch an Siegerehrung und Pressekonferenz teilnehmen kannst. Außerhalb von Wettkämpfen können Kontrollen in der Trainingsstätte oder in deiner Wohnung durchgeführt werden. Diese Kontrollen können jederzeit stattfinden.