Leistungsstark 1 und sauber bleiben – findet euren Weg als faire Athleten. 2 Wir zeigen euch, wo ihr Unterstützung 3 bekommt.

1 Leistungssport ohne Überforderung

Belastung und Erholung

Nur wer körperlich fit und gesund ist, kann im Sport Höchstleistungen erbringen. Neben einer sportartspezifischen Ernährung kannst du noch einiges mehr tun, um dich und deinen Körper leistungsfähig zu halten. Gut strukturiertes Training hilft beispielsweise eine Überbelastung zu vermeiden. Natürlich ist im Leistungssport hartes Training unumgänglich, aber Müdigkeit, Erschöpfungszustände oder mangelnder Schlaf können sich negativ auf deine Leistungen auswirken.

  • 1.

    Durch das Warm-Up steigt deine Körpertemperatur um ca. 2 Grad Celsius an. Blutdruck, Herz- und Atemfrequenz erhöhen sich. Dadurch verbessert sich die Blutzirkulation, und die roten Blutkörperchen können mehr Sauerstoff an das Muskelgewebe abgeben. So manche leistungssteigernde Wirkung, die mit verbotenen Substanzen oder Methoden beabsichtigt wird, lässt sich auch mit konsequentem Aufwärmtraining erzielen. Die Dehnfähigkeit von Muskeln, Sehnen und Bändern erhöht sich, das Verletzungsrisiko verringert sich. Auch deine Stoffwechselvorgänge werden bis zu 20 Prozent gesteigert – dem Körper steht mehr Energie zur Verfügung.

  • 2.

    Pausen gehören zum Training. Um Überlastung zu vermeiden, ist es wichtig, ausreichende Erholungspausen nach dem Training einzulegen. Außerdem wird in diesen Phasen nicht nur verbrauchte Energie wiederhergestellt – die Kraftreserven werden sogar noch aufgestockt. Der Effekt lässt sich übrigens durch einen Saunabesuch nach dem Training beschleunigen. Ruhephasen sind also tatsächlich ein Mittel der Leistungssteigerung.

  • 3.

    Wird zu häufig oder zu intensiv ohne genügend Ruhepausen trainiert, besteht die Gefahr des sogenannten Übertrainings: Ein ganzes Bündel möglicher Symptome, die auftreten können. Die Betroffenen empfinden das Training als anstrengend und ermüdend, die Leistungsfähigkeit sinkt kontinuierlich, das Immunsystem ist geschwächt. So steigt die Verletzungsgefahr an Sehnen, Bändern und Gelenken. Aber auch die mentale Verfassung verschlechtert sich, die Motivation sinkt. Oft werden Nahrungsergänzungsmittel oder auch Medikamente damit beworben, in solchen Situationen Abhilfe zu schaffen. Dein Problem löst das jedoch nicht wirklich, denn ohne Ruhe machen solche „Helfer“ alles noch schlimmer. Wirklich helfen kann bei Übertraining nur eine längere Erholungsphase, in der entweder gar nicht oder nur in geringem Umfang trainiert wird. Überleg gemeinsam mit deinem Trainer, ob es sinnvoll ist, die Intensität oder Häufigkeit des Trainings zu reduzieren.

2 Die entscheidende Frage

Wo stehst du?

Hindernisse und Unwägbarkeiten sind in einem Leben als Spitzensportler unausweichlich. Die Frage ist jedoch, mit welcher Einstellung man sich ihnen nähert und wie man mit ihnen umgeht. Der ehemalige Radprofi Tyler Hamilton teilt hier seine Erfahrungen mit uns - ein Weltklasse-Sportler, der eine eigene Geschichte mit dem Thema Doping erfahren musste. Hamilton hätte sich gewünscht, dass ihn jemand zur richtigen Zeit zur Seite genommen hätte, um ihn auf einige dieser Hürden aufmerksam zu machen. Seine Nachricht an dich:

 

Sei ehrlich zu deinem Sport und sei ehrlich dir selbst gegenüber!

Tyler's Story
Tyler's 4 Tipps

4 Tipps von Tyler Hamilton

  • 1.

    Dein Bauchgefühl leitet dich bei deinen Entscheidungen. Hamilton erzählt, dass sein Gefühl ihn davor gewarnt hat, Substanzen wie Testosteron oder andere Pillen zu nehmen, aber er nicht darauf gehört hat. Das Gleiche gilt auch für andere Entscheidungen oder Handlungen. Wenn dein Bauchgefühl dir sagt, dass es falsch und wahrscheinlich nicht gut für dich ist, dann tue es nicht. Wenn du Zweifel hast, lass es sein.

  • 2.

    Sei dir immer bewusst, dass es andere Dinge in deinem Leben gibt, die du tun und machen kannst. Eine gute Ausbildung ist daher eine wichtige Grundlage für dein weiteres Leben. Der Sport wird vielleicht nicht so lange vorhalten, wie du es dir wünschst. Einen Plan B für dein Leben zu haben ist daher sehr wichtig und es wird dir definitiv in deinem weiteren Leben helfen.

  • 3.

    Dein Umfeld ist ein wichtiger Bestandteil deines Lebens und insbesondere deines Sportlerlebens! Umgib dich mit Menschen, die dir etwas Gutes wollen, und nicht etwa mit solchen, die sich nur in deinem Erfolg sonnen. Wie im ersten Punkt beschrieben: Höre immer auf deinen Bauch, auch was die Menschen angeht, die dich umgeben. Besonders wertvoll sind die, mit denen du reden kannst, gerade in schweren Zeiten oder Krisenphasen: Menschen, die dir helfen, wenn du eine harte Zeit durchmachst.

  • 4.

    Betrug und Doping können auch in deinem Sport vorkommen! Auch wenn du es vielleicht nicht wahrhaben willst, dass eventuell sogar eigene Trainingspartner oder Mitspieler betrügen: Wenn du bei deinen Mitstreitern oder deinen Mitspielern Zweifel, oder sogar etwas mitbekommen hast, hab keine Angst, darüber mit deinem Trainer oder einem Familienmitglied zu sprechen.

Sport und sonst nichts?

Dein Weg

Bist du entschieden gegen Doping und überzeugt, dass du nicht dopen wirst? Oder bist du dir eher unsicher und nimmst für dein Ziel alles in Kauf? Am besten setzt du dich mit dieser Frage frühzeitig auseinander, damit du in den wichtigen Situationen die richtige Antwort hast.

3 Wo bekommst du Hilfe?

Unterstützung für deine Laufbahn

  • Eliteschulen des Sports

    Wusstest du, dass wir in Deutschland 43 Eliteschulen des Sports haben? Viele beteiligte Haupt-, Real- und Gesamtschulen, sowie Gymnasien und Internate bieten Talenten die Möglichkeit, schulische Bildung und sportliche Karriere zu verbinden.

  • Laufbahnberatung

    Um ein Umfeld zu schaffen, das Spitzenleistungen ermöglicht, bieten viele Olympiastützpunkte eine Laufbahnberatung an. Die Laufbahnberater beantworten dir alle wichtigen Fragen zur schulischen oder beruflichen Laufbahn, zur Kombination von Ausbildung/Schule/Studium und Leistungssport, zu Bewerbungsstrategien oder zum freiwilligen sozialen Jahr. Sie unterstützen dich außerdem dabei, dein persönliches Umfeld so zu organisieren, dass es sich mit den Anforderungen des Leistungssports vereinbaren lässt.

  • Sporthilfe

    Wenn du bereits Bundeskaderathlet bist, kannst du auf Unterstützung durch die Deutsche Sporthilfe hoffen. Das geht übrigens nur, wenn du die Athletenvereinbarung der Sporthilfe anerkennst. Das bedeutet auch ein klares Bekenntnis gegen Doping zu abzulegen.

  • Ernährungs- und sportpsychologische Beratung

    Die Hauptaufgabe der Olympiastützpunkte liegt in der Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Betreuung der Bundeskaderathleten. Davon kannst auch du profitieren, wenn es soweit ist. Zum Beispiel mit einer Ernährungsberatung oder auch einer sportpsychologischen Betreuung um die Konzentration in Training und Wettkampf zu verbessern. Bundeskaderathleten können sich an dem Olympiastützpunkt, dem sie regional zugeordnet sind, individuell beraten lassen.

Statement

"Sport macht Spaß, wenn er sauber ist." - Mieke Kröger

Kontakt

Nationale Anti Doping Agentur
Deutschland

Ressort Prävention

Heussallee 38
53113 Bonn

Fon: 0228 81 292 - 0
Fax: 0228 81 292 - 219
praevention@nada.de

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